Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresbrief 2015 - Informationen rund um AHLI


Das große Ziel in 2016: Fahrräder für AHLIs Schülerinnen und Schüler

Bonjour aus Marokko,
ich schicke euch diesen Infobrief mit der Bitte zu, ihn an alle eure Freunde, Bekannte und sonstige Interessenten weiter zu leiten, ihn in Eure sozialen Netzwerke einzustellen und sonstwie zu publizieren.
 
Infobrief 2015

Liebe Freunde und Förderer,

das gewohnte Layout der bisherigen Infobriefe hat sich geändert, weil eine weitere Organisation hinzugekommen ist, die unsere Unterstützung benötigt und die seit Mai 2015 ebenfalls Hilfe von uns bekommt.
Seid dem letzten Infobrief ist eine lange Zeit vergangen und es hat sich Einiges getan in Agadir.
Die Association AHLI wurde nach meinem Umzug nach Marokko, in den letzten 18 Monaten von vielen meiner Gäste und Spendern besucht, so dass sie sich ein persönliches Bild von der Arbeit, dem Engagement der Mitarbeiter bei AHLI sowie der Qualität der Produkte vor Ort machen konnten.

Dies könnt ihr alles in den Blogs
AHLI-Marokko.Blogspot.com und
Horst-in-Marokko.Blogspot.com nachlesen und die aktuellen Bilder anschauen.

Die zusätzliche Einbeziehung der sozialen Netzwerke hatte erfreulicherweise zur Folge, dass zahlreiche Zuwendungen auf den Spendenkonten eingegangen sind.
Die Spendenplattform von Betterplace.Org, auf der AHLI eingetragen ist, hat viele überzeugt zu spenden,
Bei Betterplace.org kann sich der Spender bereits im Ansatz für eine bestimmte Situation oder Sache entscheiden und die Auszahlungen an AHLI nachverfolgen.

Im April war eine Delegation des deutschen Vereins

"SOZIALE PROJEKTE SÜDMAROKKO E.V." (SPS)

aus der Nähe von München in Agadir und bei mir zu Gast. 
SPS unterstützt seit über 10 Jahren Soziale Projekte in Südmarokko, u.a. die Association AHLI in Taroudant. Der Vorstand besucht, stets  auf eigene Kosten, diese Projekte alle ein bis zwei Jahre.

Ibrahim und ich besuchten mit SPS und einer Caritas-Vertreterin noch mehrere Brunnenprojekte und eine Schule im Antiatlas.
Näheres zum Verein unter www.projekte-suedmarokko.de
Mir war schnell klar, dass unsere Spendenorganisation „Hilfe für Straßenkinder in Marokko“ sich an den Brunnenprojekten nicht beteiligen kann.

Beim Besuch der Association Oum el Banine (OeB) dagegen handelt es sich um eine Organisation, die sich um Ledige Mütter mit ihren Babys kümmert und hier stellt sich die Situation schon anders dar.
www.oumelbanine.net

Im Islamischen Kulturkreis werden ledige Mütter aus dem Familienverband gestoßen. Sie landen dann häufig auf der Straße. In agadir erhalten diese Mütter Hilfe von OeB (Oum el Banine). Sie sind dort unter ärztlicher Aufsicht, können ihre Babys bekommen und bei OeB eine lange Zeit leben. Sobald die Mütter wieder eine Arbeit aufnehmen können, steht ihnen OeB vermittelnd zur Seite. Eine Wohnung wird organisiert. Die Babies werden weiterhin von Helferinnen betreut, gepflegt und versorgt. Diese ehrenamtliche Aufgabe wird vom Staat nicht unterstützt. Die OeB ist deshalb auf Spenden angewiesen.

Damit diese Babys nicht die nächste Generation der „Straßenkinder“ bilden, haben mein Team und ich diese Association mit in unsere Betreuung übernommen und hoffen, dass ihr auch diesen Weg mit uns geht, denn auch wir sind weiterhin auf eure Spenden angewiesen.
Neben AHLI ist Oum el Banine jetzt ebenfalls auf der Spendenplattform Betterplace.org vertreten und Bedarfe wurden eingestellt.



OeB hat eine weitere Organisation mit Namen AHDDANE, die unter deren Leitung ein Projekt zur Beratung und Unterstützung von Familien in prekären Lebenssituationen ins Leben gerufen.

Hier ist schon absehbar, das Kinder auf die Strasse gehen müssen, um den Lebensunterhalt mit zu finanzieren und somit die Schule und Ausbildung vernachlässigen.
Da unsere Kapazitäten nicht unendlich sind, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, ob und wie wir uns bei AHDANNE einbringen können.

Vor einiger Zeit hatte ich mit dem Arzt Dr. Daniel Schädeli aus der Schweiz Kontakt aufgenommen und jetzt war er mit seiner Frau bei mir zu Gast und er berichtete, wie er vor über 10 Jahren bereits, während seiner Urlaube, den Kindern direkt geholfen hat und wie er an der Gründung der Association AHLI mitwirkte.
Er leitet als Präsident den

VHSKM (Verein Hilfe für die Straßenkinder in Marokko)

und in regelmäßigen Abständen ist er in seiner Funktion als Arzt und Sponsor in Marokko.
Näheres zum Verein www.strassenkinder-marokko.org

Wir kamen überein, dass wir uns bei seinem nächsten Besuch in Marokko über seine Arbeit und seine Projekte informieren wollen und uns dabei auch vor Ort sein werden.
Daniel hat zwischenzeitlich ein weiteres Projekt

„Association Amal des enfants en situation difficile“

initiiert und bereits 2 Hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt, die sich um die Kinder kümmern sollen, die in verarmten Familien leben, nur einen Elternteil haben oder in den Slums am Rande der Städte und Dörfer der Umgebung hausen.
Dadurch sind die Kinder allen Formen der Integration entzogen und bleiben so chancenlos für den weiteren Lebensweg.

Über alle weiteren Aktivitäten werde ich euch im nächsten Infobrief informieren.

Da die Situation der Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien, die nach Europa kommen, alles in den Schatten stellt, kann ich verstehen, wenn ihr auch dafür spendet. Dennoch bin ich auf eure Hilfe weiterhin angewiesen.
In diesem Zusammenhang danke ich allen Einzel- und Dauerspendern für ihre Zuwendungen vom ganzen Team und besonders von den Kindern.

Horst & Team
Dezember 2015



Für alle Zuwendungen hier nochmals die Kontoverbindungen:

Spendenkonto: Horst Grulke
Stichwort AHLI
bei der Postbank Hamburg
Kto-Nr. 3021611016
BLZ 20110022

und

Spendenkonto: Horst Grulke
Stichwort OeB
bei der Postbank Hamburg
Kto-Nr. 3013292179
BLZ 20110022

und

Santanderbank Frankfurt
Horst Grulke
Stichwort AHLI+OeB
Kto-Nr. 2587776600
BLZ 50033300

sowie auf der Spendenplattform von Betterplace.org



Dieser Brief darf gerne weitergeleitet, zitiert oder in den sozialen Netzwerken verbreitet werden. Hier der Brief als Download.

Montag, 9. März 2015

Schulranzen für Rabeas Kinder

Wieder ein kleines Stückchen Normalität für die Witwe Rabea und ihre Kinder. 

Hallo Ihr Lieben,
heute darf ich euch die ganze Familie von Rabea vorstellen.
Hier tragen die Kinder Hamza (15), Raja (12) und Mona (9) ihre gesponserten Schulrucksäcke, für die Wolfgang H-R. und Gustav S. auf meinen Spendenaufruf hin separat eingezahlt haben.                                                                                        Horst & Team
Kinder mit Rucksack - ein Stück Normalität

Straßenkinder in Marokko

Enfants des rues au Maroc_Laurine Jobin
Ein Kind versucht am Strand sein Glück.
Zitat Anfang - Laurine Jobin:
"In Marokko leben etwa 30.000 Straßenkinder. 
Eine verheerende Zahl, wenn man bedenkt, wie sehr die Lebensbedingungen dieser Kinder ihrer Entwicklung und ihrer Zukunft schaden. Sie verlassen das Schulsystem, leben in Armut, sind der Gewalt in den Städten ausgesetzt und Zielscheibe für Drogen- oder Sexhandel. Die Zukunft dieser Kinder sieht so düster aus, wie die Straßen, in denen sie leben. Teilweise in Clans organisiert, "genießen" sie ein wenig Geborgenheit, die jedoch von Gewalt und Unsicherheit geprägt ist. Das Leben auf der Straße, bedeutet allem und jedem ausgesetzt zu sein. Deshalb wechseln die Kinder oft ihre karton- oder plastikfolienbelegte Behausung. Sie sind dadurch statistisch nicht leicht auszumachen. Vermutlich - so die Angabe des marokkanischen Ministeriums für Solidarität, Frauen- und Familienangelegenheiten und soziale Entwicklung dürften es mindestens 10.000, möglicherweise auch 30.000 Kinder in Marokko sein." Zitat Ende.

Viele Kinder erfahren nie die natürliche Fürsorge einer Familie. Manche werden eh schon in so arme Verhältnisse hineingeboren, dass sie unter sklavenartigen Verhältnissen für andere  arbeiten oder schlimmeres herfahren müssen. Werden diese Kinder krank oder erwarten als junge Jugendliche ein Kind, landen sie nicht selten auf der Straße. Streetworker des Ministeriums sind unterwegs, um die Seelen dann in Quartieren sicher unterzubringen.
 
Neben anderen zahlreichen Nicht-Regierungsorganisationen und Privatleuten aus der marokkanischen Bevölkerung kümmert sich auch AHLI um 200 ehemalige Straßenkinder... sie haben in der Gemeinschaft in Taroudannt eine medizinische, hygienische Betreuung. Manche erleben erstmals in ihrem Leben Geborgenheit; lernen neben Lesen und Schreiben auch, wie man anders als mit Gewalt miteinander umgehen kann.

Sonntag, 22. Februar 2015

Interview: Deutsche Außenhandelskammer in Casablanca weisst auf AHLI hin

Hintergrund:
Im 2. Halbjahr 2014 hat die AHK der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Casablanca ein mit mir geführtes Interview in ihrem Newsflash veröffentlicht, das an 4500 Firmen in Marokko versandt wurde und sie damit auf dieses Hilfsprojekt für Strassenkinder in Marokko hingewiesen hat.

Zitat (Newsflash 122, 07.2014):
"Ehrenamt in Marokko statt Rentneralltag in Deutschland
Im Fastenmonat Ramadan fühlt man sich den Armen besonders nahe. Für Herrn Grulke ein gewohntes Gefühl. Er ist eigentlich Rentner in Deutschland. Doch sich einfach so zur Ruhe zu setzen, das kommt für den ehemaligen Angestellten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nicht in Frage. Stattdessen widmet er sich einem Kinderhilfsprojekt in Marokko. (...)"
Quellenangabe: AHK Marokko, Bilatéral Newsflash 122, Juli 2014, http://marokko.ahk.de


Das vollständige Interview lesen Sie bitte im Interview im Newsflash.

Horst in Agadir und bei AHLI – pragmatisch engagiert und dabei sehr konkret! Wie wir ihn aus Deutschland kennen!


Stella und Christiane besuchten vom 6. bis 20. Dezember 2014 Agadir und 
machten einen Abstecher in das orientalische Taroudannt - Heimat von AHLI

Attraktiv fanden wir diesen Besuch wegen der Gastfreundschaft von Horst und Ibrahim. Mit beiden hatten wir zur aktiven Zeit von Horst bei der BAuA beruflich zusammen gearbeitet.
Es ist so wichtig, den Kontakt in dieses gastfreundliche und vergleichsweise offene arabische Land zu halten, welches unsere Unterstützung braucht. Wie wir von Horst erfahren hatten, baute er schon vor längerer Zeit für AHLI in Deutschland ein privates Spendennetzwerk auf. Konkrete Unterstützungsmaßnahmen ließen sich über seine Kontakte in die Wege leiten.

Wir erlebten die Organisation von AHLI direkt in Taroudannt. Die Einrichtung ist in marokkanischer Hand. Die wachsende finanzielle Unterstützung durch  Spenden ist ein Beitrag als Hilfe zur Selbsthilfe.
Annähernd 200 Straßenkinder werden hier z.Z. betreut und erhalten eine Schulausbildung und/oder eine Berufsausbildung in einem traditionellen Handwerk.
Zu den traditionellen Handwerken gehört das der Schuhmacher und Tischler:
Blick in das Verkaufsregal mit Sandalen

Kunstvolle Holzprodukte im Verkaufsraum von AHLI

Die Kinder und Jugendlichen wohnen während der Aufnahme in einem schönen Gebäude in Taroudannt; später werden sie in Gastfamilien vermittelt. Während ihrer Zeit in Taroudannt bei AHLI lernen die Kinder sich wieder in der Gesellschaft zurecht zu finden. Lesen und Schreiben lernen gehören auch dazu.

Unterstützung kommt an:
Die Ausbildung in einem Handwerksberuf ist ein weiterer Schritt,  Jugendlichen  eine gesicherte Zukunft zu ermöglichen. In den Werkstätten und Verkaufräumen - z.B. auch im Souk von Taroudannt - konnten wir uns von den Ergebnissen der Handwerkerausbildung ein Bild machen. 
von li-re: Christiane, Horst, Stella, AHLI-Mitarbeiter